Sport mit dem Siberian Husky

Auf dieser Seite möchte ich auf folgende Themen eingehen:

  • Welche Sportarten sind für den Siberian Husky geeignet?

  • Agility

  • Dog Dancing 

  • Obidience

  • Begleithund/Therapiehund

  • Zughundesport/Schlittenhundesport (Ausrüstung, Rennen, Verbände, Training, Grundlagen)

20171030_142330_edited.jpg

1) Welche Sportarten sind für den Siberian Husky geeignet?

Der Siberian Husky ist mehr als das typische Bild des Arbeitenden Schlitten-

hundes. Neben dieser Aufgabe wurde er früher sowohl bei der Jagd als auch 

als Weggefährte und Familienmitglied genutzt, diese Charaktereigenschaften 

wurden durch Jahrtausende der Selektion in der Zucht bis heute stark gefestigt.

Der Siberian Husky ist ein Hund, der i.d.R. zuverlässig Kommandos ausführt, 

diese aber auch hinterfragt, wenn er darin keinen Sinn sieht oder es ihm keinen

Spaß macht. Aufgrund dessen halten viele den Siberian Husky als weniger

für andere Sportarten geeignet. Das ist aber meistens zu pauschalisiert- hat der 

Siberian Husky Freude an der jeweiligen Sportart, kann er neben dem klassischen

Schlittenhundesport auch oft im Agility, Dog Dancing, Obidience und sogar als

Begleithund oder Therapiehund glänzen. Ich möchte euch im Folgenden diese

Sportarten etwas näher erläutern, jedoch insbesondere den Zughundesport, da

dieser die meisten Siberian Huskys körperlich gut auslastet und glücklich macht. 
 

 

2) Agility

Agility (englisch für Wendigkeit, Agilität) kommt ursprünglich aus England und wurde erstmals bei der Crufts Dogshow 1977 durchgeführt, als die Organisatoren Peter Meanwell fragten, ob er eine Pausenshow organisieren könne. Dieser ließ sich vom Pferdesport, insbesondere dem Springreiten inspirieren und kreierte einen Parcours samt Regelwerk für die Pausenshow. Das Publikum war hellauf begeistert und so etablierte sich eine neue Sportart. Allerdings kam diese erst 1980 nach Deutschland. 

Das Grundprinzip ist das Durchlaufen des Parcours mit 22 Hindernissen, in dem der Hund vom Hundeführer ohne Berührungen sondern nur mit Stimme und Körpersprache gelenkt werden darf. Die Hindernisse sind numeriert und müssen in genau der vorgegebenen Reihenfolge fehlerfrei überwunden werden, während eine Uhr die Zeit misst. Hier sind mittelgroße, wendige Hunde oft von Vorteil. Neben dem Grundgehorsam ist das Abklären der körperlichen Gesundheit des Hundes vor Beginn des Trainings sehr wichtig. Es sollte erst ab einem Alter von 12 Monaten und nach einem erfolgten HD (+ED) Röntgen sowie einer körperlichen Untersuchung (insbesondere auf Wirbelsäulen- und Herzerkrankungen) mit dem Training begonnen werden, da das Springen über Hürden, Zick-Zack um die Stangen laufen oder auch schräge Wände hochlaufen einiges an körperlicher Leistung vom Hund verlangt. 

Zwar wurden Kontaktzonen in den Hindernissen eingearbeitet, die der Hund zwingend berühren muss, sodass er keine zu großen Sätze machen kann, die auf die Gelenke gehen könnten, dennoch ist das Abklären der Gesundheit des Bewegungsapparates von außerordentlicher Wichtigkeit.

Um an offiziellen Wettbewerben teilnehmen zu dürfen, müssen die Hunde vorher eine Begleithundeprüfung absolviert haben. Ebenso muss ein Chip und eine Tollwutimpfung nachweisbar sein und der Hundeführer muss in einem VDH Verein Mitglied sein.

 

Dann gibt es verschiedene Größen- und Leistungsklassen: 

Um die Belastungen der Hunde zu verringern, wird in drei Größenklassen gestartet:

Small (S) Schulterhöhe, Widerrist kleiner als 35 cm

Medium (M) 35 bis 42,99 cm

Large (L) ab 43 cm (hier wäre der Siberian Husky einzuordnen)

Um leistungsgerecht zu starten, haben sich 4 Leistungsklassen bewährt, die mit A0 bis A3 bezeichnet werden. Daneben gibt es noch eine Klasse für Senioren.

A0 die unterste Leistungsklasse, Mindestalter 18 Monate

A1 die mittlere

A2 die mittlere

A3 die höchste

Senioren, Mindestalter 6 Jahre (In Österreich unter dem ÖKV: Oldie, Mindestalter 7 Jahre)

Für den Aufstieg von A0 nach A1 benötigt es entweder einen bzw. drei vorzügliche Läufe mit einer innerhalb der Klasse bei 3 vorzüglich muss man aufsteigen, die von mindestens zwei verschiedenen Leistungsrichtern bewertet wurden. Ein freiwilliger Abstieg in die A0 ist nicht möglich. Für den Aufstieg in von A1 ins A2 werden 3 V0 platziert (Vorzüglich ohne Fehler) benötigt, unter 2 verschiedenen Leistungsrichtern. Von der A2 in die A3 werden 5 V0 platziert unter 2 verschiedenen Leistungsrichtern benötigt. Der Abstieg in die nächst niedrige Klasse nach einer Qualifikation ist möglich, danach sind die Qualifikationsbedingungen für den Start in der höheren Klasse jedoch erneut zu erfüllen.

Es gibt spezielle Hundeschulen für Agility. Wir helfen unseren Welpenkäufern gerne, eine geeignete Hundeschule zu finden oder empfehlen durch persönliche Erfahrungen in unserer Region.

3) Dog Dancing 

4) Obidience

5) Begleithund/Therapiehund

6) Zughundesport/Schlittenhundesport (Ausrüstung, Rennen, Verbände, Training, Grundlagen)