Erziehung des Siberian Husky

Hier möchte ich einen Überblick über die allgemeine Grunderziehung des Siberian Huskys liefern. 

Es soll ein grober Leitfaden sein, welche Kommandos wichtig sind und welches Verhalten man dulden oder korrigieren sollte. 

  • Die Grundkommandos

  • Die Leinenführigkeit

  • Das Verhalten gegenüber anderen Hunden

  • Sozialisierung mit Menschen und der modernen Welt 

  • Grundgehorsam- was ist das und wie erreiche ich ihn? 

  • Regeln im Alltag und im Haushalt 

  • Die Stubenreinheit 

  • Das Alleinebleiben

  • Das Beißen bei Welpen und jungen Hunden 

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1) Die Grundkommandos

Zu den Grundkommandos im Alltag gehören erst einmal das Hören des Hundes auf den eigenen Rufnamen. Weiterhin sind für viele Sitz und Platz enorm wichtig. 

2) Die Leinenführigkeit

Die Leinenführigkeit ist oftmals das schwierigste für den Siberian Husky, da er für das Ziehen über Jahrhunderte selektiert wurde. Fängt man aber früh damit an, ist es relativ einfach zu koordinieren. 

Generell ist ersteinmal wichtig zu wissen, dass das Herrchen/Frauchen mit dem Hund Spazierengehen sollte, nicht der Hund mit den Menschen.

Wichtig ist, dass man die Aufmerksamkeit des Hundes auf sich, und nicht auf die Umgebung lenkt. Das kann schonmal mit Leckerlis umgesetzt werden, sollte aber kein Dauerzustand sein. Leckerlis sind für den Anfang ein gutes Mittel der Wahl, sollten aber für den Hund nicht selbstverständlich sein, denn es können auch einmal Situationen auftreten, in denen man vielleicht kein Leckerli bei sich hat. 

Als erste Grundübung ist es gut, auf einem begrenzten und dem Hund bekannten Grundstück das Leinelaufen zu üben. Hier kann man prompte Richtungswechsel, Tempounterschiede oder das Halten mit einbauen, sodass der Hund aufpassen muss, was wir denn gerade an der Leine von ihm wollen. Klappt dies gut, kann man auch Hütchen oder andere Untergründe mit einbauen sowie Dinge, die den Hund etwas ablenken. Sollte das auch gut klappen, kann man anfangen, in fremden Umgebungen zu trainieren (möglichst ohne viel Ablenkung durch Gerüche, viele Menschen oder andere Hunde). Erst wenn es auch in fremden Umgebungen gut klappt, kann man sich an Plätzen versuchen, die eine erhöhte Ablenkungsgefahr aufweisen. Der Hund sollte generell immer an lockerer Leine neben oder hinter dem Menschen laufen. Ein ziehen oder nach vorne Stürmen ist nicht erwünscht. Dies kann man am besten auch dem Hund lernen, das Ziehen und "ordentlich laufen" zu unterscheiden. Bei uns erfolgt das erste Leinentraining immer mit Halsband (Zugstop-Halsband) und Anny X Geschirr.

All unsere Hunde bei Royalsans lernen folgendes kennen: 

  • Halsband mit 2-3m Leine: Schönes Laufen an lockerer Leine, meistens in der Stadt, Schnüffeln wenig bis gar nicht 

  • Am Anny X Geschirr mit 2-3m Leine:  Hund darf Schnüffeln und auch etwas Ziehen, "Freizeitprogramm"

  • Am Anny X Geschirr mit Schleppleine (10-50m):  Hund darf Schnüffeln und laufen (meist auf großer Wiese)  wie er möchte

  • X-Back Geschirr: Arbeitsgeschirr. Hier wird ausschließlich gezogen. Kein Schnüffeln erlaubt 

3) Das Verhalten gegenüber anderen hunden

Frühe Sozialisierung gerade auch schon beim Züchter ist enorm wichtig, denn hier prägt sich schon sehr früh das Verhalten gegenüber anderen Artgenossen und dominantes oder eher unsicheres Verhalten. Siberian Huskies tendieren dazu, dominant gegenüber dem gleichen Geschlecht zu sein, sofern ein Grund für Konkurrenzverhalten gegeben ist. 

4) Sozialisierung mit Menschen und der modernen Welt

Auch die Sozialisierung mit Menschen muss frühzeitig beim Züchter begonnen werden, ansonsten können Welpen im Laufe Ihres Lebens schreckhaft und unsicher mit fremden Menschen werden. Unsere Welpen werden regelmäßig ab der 3. Lebenswoche besucht, sowohl von Freunden und Familie, als auch von den Welpenkäufern. Nach der Grundimmunisierung begleiten wir unsere Welpen in Baumärkte und in Tierläden, gehen auf große Park- oder Stadtplätze.

5) Grundgehorsam- was ist das und wie erreiche ich ihn?

Der Grundgehorsam ist essentiell für das Verhalten des Hundes im Alltag. Dieser muss von jedem Hundehalter trainiert werden. Dazu gehört das Abrufen in normalen Alltagssituationen, das Bleiben und die Leinenführigkeit (auf die ich weiter oben schon eingegangen bin) sowie Kommandos wie "Nein", "Aus" und "Ab". Nein bedeutet in unserem Sprachverständnis, dass der Hund etwas nicht ausführen oder abbrechen soll. Aus bedeutet, er soll etwas ausspucken, was er gerade aufgenommen oder gefressen hat. Ab bedeutet, der Hund soll weggehen bzw Distanz aufbauen. 

6) Regeln im Alltag und im Haushalt

7) Die Stubenreinheit 

  1. Euer Welpe kann bis ca 12-14 Wochen seine Blase nicht kontrollieren! Er merkt nur, er muss, und dann passiert es meistens auch gleich. D.h. ihr müsst an seinem Verhalten erkennen (plötzliches aufhören zu spielen, und dann intensives schnüffeln und herumlaufen), dass er mal muss und ihn anleiten, wo er hinmachen soll. Die Welpen haben bisher gelernt, immer auf Zeitungspapier oder Inkontinenzeinlagen zu gehen. Wenn ihr nicht schnell genug seid, nehmt immer die Zeitung bzw die suchen sich die Welpen eigentlich von selbst. Ansonsten geht sofort raus in den Garten! Die Zeitung könnt ihr mit der Zeit immer weiter Richtung Balkontür bzw Haustüre verschieben, damit der Welpe lernt, Richtung Ausgang zu gehen. Irgendwann liegt die Zeitung einmal halb unter der Türe und dann ganz hinter der offenen Türe, dann auch mal hinter der geschlossenen. So lernt ihr eurem Welpen sich zu melden und dass er nach draußen für sein Geschäft gehen soll.

  2.  Die Babies müssen immer etwa 10 min nach dem Spielen, 5-15 min nach dem Essen, gleich nach dem Aufwachen (immer) ihr Geschäft machen. Ansonsten etwa jede Stunde einmal. Dies wird mit dem Alter natürlich weniger.

  3. In der Nacht braucht euer Welpe: Gitterbox, Gehege, Zeitungspapier/Inkontinenzunterlagen    -> Euer Welpe hat also einen Schlafplatz, einen Spielplatz und einen Pipiplatz. In der Box ist vorsichtshalber unter der Kuscheldecke/Vetbed eine Inkontinenzeinlage. Die Tür der Box bleibt offen. Der Welpe erhält ab etwa 3 Stunden vor dem Schlafen gehen kein Fressen mehr. Etwa 1 Stunde vor dem Schlafen auch kein Wasser mehr. Direkt vor dem Schlafen geht ihr noch einmal raus, wo der Welpe dann sein Geschäft machen sollte.Wenn er 6 Stunden durchhält, ohne in der Nacht auf die Zeitung zu machen, könnt ihr die Boxentüre in der Nacht schließen. Wichtig! Es gibt immer Unfälle- aber schimpft nicht mit dem Welpen, wenn ihr ihn erwischt. Er lernt nicht schneller durch das, sondern er lernt, nicht vor euch zu pinkeln. Das heißt, er wird Heimlich ins Haus machen, damit es niemand mitkriegt, da der Welpe gelernt hat, dass es gefährlich und beängstigend ist, wenn er sich vor euch löst. Ihr seid für ihn ein verrücktes, schreiendes Monster ;) Das heißt er wird draußen vor euch oft auch nicht pinkeln, weil er Angst hat, sich vor euch zu lösen, weil ihr wieder zu einem verrückten Monster werdet. Danach geht ihr wieder rein, und der Welpe sucht sich einen sicheren, unbeobachteten Platz, wo er pinkeln kann. So erschafft man einen Teufelskreis, und es wird schwierig, den Welpen stubenrein zu bekommen. Besser ist es, den Unfall (NICHT vor den Augen des Welpen) kommentarlos wegzuwischen und weiter zu üben. Gebt die Hoffnung nicht auf- manche sind eben schneller als andere, und manche langsamer.

8) Das Alleinebleiben

9) Das Beißen bei Welpen und jungen Hunden