Spezielle Rassebeschreibung

Der Siberian Husky ist der kleinste, der reinrassigen Schlittenhunde

und nicht mit dem wesentlich größeren Alaskan Malamute zu

verwechseln. Er gehört zu den ursprünglichsten Hunderassen,

FCI-Gruppe 5, Sektion 1 Nordische Schlittenhunde,

Standardnummer 270, die wir heute haben und wird oft mit dem

Wolf verglichen. Diese Ursprünglichkeit, in Verbindung mit seinem

Freiheits- und Bewegungsdrang begrenzt seine Möglichkeiten als

Familienhund für Jedermann ein wenig. Seine Schönheit macht ihn

Zeitweise zum begehrten Modehund, doch die Haltung erfordert

ein wenig mehr Achtsamkeit, als bei vielen anderen Hunderassen.

Beispielsweise können die wenigsten Siberian Huskies ohne Leine ausgeführt werden, weil sie über einen ausgeprägten Jagdtrieb verfügen. 
Dieser Jagdtrieb war und ist bei diesem Arbeitshund durchaus erwünscht. Wo er noch als Arbeitshund eingesetzt wird, jedoch auch im Freizeitbereich, gehören Zugarbeit vor dem Schlitten, sowie in einigen Polarregionen noch Unterstützung bei der Jagd, zu seinen Aufgaben. Früher sicherte ein Husky Rudel das Überleben der Ureinwohner der arktischen Regionen Nordamerikas und Sibiriens, von Warnungen vor Eisbären, über die Robbenjagd, bis hin zu Transporten per Schlitten oder Schutz vor Kälte. 
Die Geschichte des Siberian Huskys als moderner Hund ist trotzdem eher jung. Um 1910 trat ein Pelzhändler aus Sibirien bei einem Schlittenhunderennen in Alaska mit seinen Hunden an, die vergleichsweise klein, gegenüber den heimischen, großen und kräftigen Schlittenhunden waren. Er wurde von allen belächelt, seine Hunde wurden „Huskys“ betitelt, was früher dort ein Schimpfwort für Eskimos war. Doch die Hunde gewannen zur Überraschung aller ein Rennen nach dem anderen. Roald Amundsen, ein Polarforscher, wurde auf sie aufmerksam und kurze Zeit darauf begann der erste Amerikaner, Leonard Seppala, diese wunderschönen Geschöpfe zu züchten. Seppala war somit auch der erste, der diese Hunde nach Nordamerika, insbesondere die USA, importierte.
Seppala schuf auch mit seinem Hunden Balto und Togo die bis heute bestehende Heldengeschichte, die auch die Basis des Films „Balto“ bildet. 
 Dies spielte sich 1925 ab, wo in der abgelegenen Stadt Nome mitten im                                                                                                                                   Polarwinter eine Diphterie-Epidemie ausbrach. Bei extrem hohem Schnee                                                                                                                               war kein Durchkommen, sodass viele Erwachsene und Kinder starben. Da                                                                                                                               entschlossen sich mutige Musher unter Führung von Seppala, das rettende                                                                                                                          Serum über 1000 Kilometer mit ihren Husky-Schlitten zu holen, um die Stadt                                                                                                                          mitsamt ihren Einwohnern zu retten. Sie gaben alles und die Menschen wurden                                                                                                                     tatsächlich wieder gesund. Dem Husky und den Leading-Hund Balto zu Ehren                                                                                                                      wurde im New Yorker Central Park ein Denkmal errichtet. Noch heute wird                                                                                                                             jedes Jahr das „Iditarod Great Sled Race“ nach Nome ausgetragen.

Der Siberian Husky begann seinen Siegeszug im Schlittenhundesport. Ihm kam zugute, dass die Freizeit-Musher schnelle Hunde für kurze Distanzen wollten, während die Inuit auf Ausdauer und lange Strecken gesetzt hatten, das machte den Sibe sehr anpassungsfähig. Es gibt viele Schlittenhundeschläge, die je nach Bedarf variiert werden, etwa der Alaskan Husky. Aber nur der Siberian Husky ist als Hunderasse anerkannt. 1932 wurde der amerikanische Standard, der ihn als arbeitenden Schlittenhund nach „form follows function“ definiert, veröffentlicht. Nach diesem Standard sollte jeder gute Züchter seine Zuchttiere selektieren, denn es bildet auch das Grundgerüst für Ausstellungen und Schlittenhunderennen und somit für den kompletten Phänotyp des Siberian Huskys inkl. Wesen. Generell ist es wichtig zu wissen, dass der Rassestandard breit genug ausgelegt werden kann, um die Hunde je nach Bedarf und Geschmack stärker in Richtung Ausstellungen oder in Richtung Sport zu züchten. 
Durch die Selektion hat sich der Siberian Husky natürlich weiterhin verändert, optimiert und gewandelt. Die Arbeitslinie ist noch mehr der ursprünglichen Arbeit des Siberian Huskys angepasst, wohingegen die Showlinie weitaus vielseitiger selektiert wurde und heute den besseren Familienhund darstellt.
Beim Siberian Husky sind alle Augen- und Fellfarben erlaubt. Von schneeweiß über die klassische Musterung bis hin zum Wolf-ähnlichem Agouti. Blaue Augen sind beim Husky genauso gern gesehen wie braune, bernsteinfarbene oder grüne Augen. Es gibt auch die sogenannten Bi-eyes, dies beschreibt zwei unterschiedlich gefärbte Augen, z.B. blau und braun oder blau und grün. Beim Siberian Husky ist allerdings nicht das Merle-Gen dafür verantwortlich, denn der Siberian Husky ist die einzige Hunderasse, die von Natur aus blaue Augen haben kann. 
Der Siberian Husky misst als Weibchen 50,5cm bis maximal 55cm,

als Männchen 54,5cm bis max. 60cm und hat in der Regel ein Gewicht von

17-28kg.
Das Auflegen oder Einkringeln der Rute ist beim Siberian Husky nicht

erwünscht.
Zum Thema Haare- die Rasse haart in der Regel nur 2x im Jahr (dann aber

wahre Berge), bei Hündinnen ist dies meistens 6-8 Wochen vor der Läufigkeit

zu beobachten. Gerne bildet das Fell dann auch einen anderen Farbton-

z.B. im Sommer hellrot, im Winter kupferfarben. 
Wie schon gesagt, der Siberian Husky ist kein Hund für Jedermann-

selbstverständlich ist die Showlinie wohl um einiges umgänglicher, allerdings

erfordern sie genauso Aktivität und Beschäftigung. Das gerne erwähnte

Klischee, ein Husky muss 20-30 km am Tag laufen, damit er glücklich ist,

kann ich nicht bestätigen. Jeder Hund ist individuell und das gilt auch für

einen Siberian Husky.

Manche sind unermüdlich, anderen reicht ein kleiner Spaziergang. Es gibt

Huskys, die man freilaufen lassen kann, aber das ist und bleibt wohl durch

den Jagdtrieb wohl leider eine Ausnahme. 
Doch ein Siberian Husky ist in jedem Fall auch ein Hund, der seinem Besitzer gefallen, will sich seinen Anforderungen anpassen wird, wie jede andere Hunderasse auch. Unsere Siberians sind auch im Obidience und im Agility sehr fit, nicht nur vor den Inlinern, am Fahrrad oder am Schlitten bzw. dem Trainingswagen. Sie lieben das Wasser und Unternehmungen mit ihren Besitzern zu machen. Wissenswert ist vielleicht auch noch, dass sie sich gerne mal Löcher graben, entweder, um sich zu wärmen, oder eben, um sich abzukühlen. Also vielleicht nicht ganz ideal für Liebhaber des englischen Rasens. ;)

Allerdings muss man wissen, dass der Siberian Husky einfach ein wunderschöner, intelligenter und einzigartiger Hund ist, der seinen Besitzern nahe verbunden ist und die Gesellschaft genießt. Durch seine sehr sanfte und kinderliebe Art ist er ein perfekter Hund für aktive Familien.

Teste dich! Ist ein Siberian Husky das richtige für dich? Copyright für das Quiz liegt bei Royalsans Siberians!

© 2019 BY LEA SANDWEGER- ROYALSANS KENNELS FCI REG. ALL RIGHTS RESERVED

  • Facebook
  • Instagram